Uns glücklich zu machen - darin lag dein Glücklichsein
  Erinnerungen
 
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Danke, für die Zeit, die wir mit dir verbringen durften.


                                    

Nachdem mein erster Sohn am 17. April 1981 in der 40.Schwangerschaftswoche tot geboren wurde, hatte mein Arzt schon einige Wochen zuvor beschlossen, Carina vorsichtshalber eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin per Kaiserschnitt zu entbinden. Kerngesund kam Carina am 22.06.1983 um 7.55h auf die Welt. Ich war überglücklich und wahnsinnig stolz auf meine Kleine. Immer wieder bin ich in den nächsten Tagen in das Säuglingszimmer gegangen, um mich davon zu überzeugen, dass ich nicht träume, das da tatsächlich mein  Kind in diesem Bettchen liegt. Schon nach 9 Tagen konnten wir beide entlassen werden.

Als Carina 3 Jahre alt war, ist sie in den Kindergarten gekommen. Ihr Vater und ich hatten uns zwischenzeitlich getrennt. Jedes zweite Wochenende verbrachte sie bei ihm und den Großeltern. Ich war sehr froh darüber, dass dies so gut funktionierte, denn das eine hatte ja nichts mit dem anderen zu tun.

Im Sommer 1989 wurde Carina eingeschult. Ich erinnere mich sehr gut an diesen, besonderen Tag. Carina hatte sich eine Schultüte mit "Lady Lockenlicht" gewünscht. Das war nicht ganz einfach, aber nach langem Suchen haben wir doch noch eine bekommen. Natürlich habe ich ihr auch neue Anziehsachen gekauft, aber sie bestand darauf, ihr "Prinzessinnenkleid" anzuziehen. Sie liebte dieses Kleid, nachdem sie es einige Wochen zuvor bei der Hochzeit ihres Großonkels getragen hatte. Carina war eines von drei Blumenmädchen.

                    


            
               ("Mamile" - so nannte Carina mich, als sie klein war)

1994 habe ich meinen jetzigen Mann Kurt geheiratet und Patrik wurde geboren. Carina wuchs zu einer bildhübschen jungen Frau heran. Sie war ein besonders sensibler, feinfühliger, mitfühlender sowie hilfsbereiter Mensch. Wer sie kannte, wusste ihre Freunschaft zu schätzen. Mit kleinen Kleinigkeiten , einer netten Geste oder einem lieben Wort allein konnte man sie erfreuen. Gleichzeitig war sie immer bemüht, selbst eine Freude bereiten zu können. Carina war ihrem kleinen Bruder stets eine liebevolle Schwester und mir eine gute Freundin. Das Loch, welches sie in unser aller Leben gelassen hat, vermag nichts und niemand zu füllen. Es tut so weh, sie fehlt mir so sehr.... noch einmal ihre vertraute Stimme Mama sagen hören, noch einmal ihre Lippen auf meiner Wange spüren, noch einmal ihren zarten Duft riechen, noch einmal mit ihr weinen, lachen oder manchmal auch streiten ... Aber es wird kein "noch einmal" geben - nicht in diesem Leben! In diesem Leben, das ich aushalten und in dem ich funktionieren muss, gibt es nur "nie wieder". Tag für Tag, Monat für Monat ... Was bleibt, ist die Hoffnung, eines Tages von Carina "empfangen" zu werden - Hoffnung auf ein Wiedersehen.

In einem Buch von Elisabeth Kübler Ross habe ich gelesen, dass jeder von uns hier auf Erden, seine Aufgaben erfüllen muss, bevor er "nach Hause" gehen darf. - "Ich wünschte nur, du meine geliebte Tochter hättest dir viel mehr Zeit dabei gelassen, die deinigen zu erfüllen. Wir alle vermissen dich unendlich und wünschten, du wärst noch hier bei uns. Ich werde dich nie vergessen und die Erinnerung an Dich, fest umschlossen von Liebe, in meinem Herzen bewahren."

                                                       In ewiger Liebe, deine Mama.

                                                                 

 

 

 

 

 

 
   
 
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